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Branchen mit Registrierkassenpflicht – welche sind betroffen?

Branchen mit Registrierkassenpflicht

Du interessierst dich für das Thema Registrierkassenpflicht und weißt nicht genau, ob deine Branche auch von deren Richtlinien betroffen ist? Hier haben wir für dich alle wichtigen Details zum Thema Branchen mit Registrierkassenpflicht zusammengestellt.

Branchen mit Registrierkassenpflicht – gibt es Ausnahmen?

Die Registrierkassenpflicht gilt für alle Branchen, die aktuell mehr als 15.000 Euro Umsatz pro Jahr erwirtschaften. Davon müssen mehr als 7.500 Euro Bareinnahmen sein. Liegst du also bei 20.000 Euro Umsatz pro Jahr, die Bareinnahmen fallen aber deutlich geringer als 7.500 Euro pro Jahr aus, bis du von der Registrierkassenpflicht nicht betroffen.

Diese Regelung zur Registrierkassenpflicht umfasst verschiedene Branchen, zum Beispiel die Gastronomiebranche, den Einzelhandel, aber auch das Dienstleistungsgewerbe. Es gibt jedoch einige Ausnahmen für bestimmte Unternehmen, die unter die sogenannte Kalte-Hände-Regel fallen. Diese legt fest, dass alle Umsätze, die außerhalb von festen Geschäftsräumen eingenommen werden, nicht unter die Registrierkassenpflicht fallen. Wird hier allerdings der jährliche Grenzbetrag von 30.000 Euro netto überschritten, gilt auch für diese Unternehmen die Registrierkassenpflicht.

Kalte-Hände-Regel – wen betrifft diese Regelung?

Die sogenannte Kalte-Hände-Regel betrifft alle kleinen Unternehmen, die unterhalb des jährlichen Grenzbetrages beim Nettoumsatz liegen und ihre Umsätze vorwiegend auf öffentlichen Plätzen und Straßen oder beim Kunden zu Hause erwirtschaften. Das sind zum Beispiel Friseure, Masseure, mobile Marktstandbesitzer oder Therapeuten und Hebammen, die vorwiegend unterwegs Umsätze erzielen und ihre Kunden nicht in festen Geschäftsräumen empfangen. Liegt der Umsatz allerdings über der 30.000 Euro-Grenze sind auch diese Berufsgruppen verpflichtet, ihre Umsätze in eine Registrierkasse einzugeben. Eine gute Möglichkeit sind da mobile Registrierkassen, die zum Beispiel auf dem Smartphone oder Tablet bedient werden können. In Verbindung mit einem mobilen, handlichen Drucker können hier auch Belege unterwegs direkt beim Kunden ausgestellt werden. Alternativ können die Umsätze aber auch mit der Hand aufgezeichnet werden, zum Beispiel als Papierbeleg mit einer Rechnung mit fortlaufender Nummerierung.Später werden diese dann in ein Kassensystem, zum Beispiel im Geschäftsbüro, eingegeben. Diese Methode ist natürlich deutlich aufwendiger, als alle Umsätze gleich in eine mobile Registrierkasse einzupflegen.

Vereine, Körperschaften öffentlichen Rechts, politische Parteien

Für Vereine und Körperschaften öffentlichen Rechts gelten ebenfalls Aufnahmen, zum Beispiel für Festlichkeiten, die in einem Umfang von bis zu 72 Stunden pro Jahr von der Registrierkassenpflicht ausgenommen sind.

Politische Parteien unterliegen ebenfalls nicht der Registrierkassenpflicht. Deren Feste dürfen allerdings das ortsübliche Ausmaß sowie einen maximalen Jahresumsatz von 15.000 Euro nicht überschreiten. Die erwirtschafteten Gewinne müssen zudem entweder für parteipolitische oder gemeinnützige Zwecke verwendet werden.

Für Vereinskantinen, zum Beispiel von Sportvereinen, gilt ebenfalls keine Registrierkassenpflicht, sofern diese unterhalb der Umsatzgrenze von 30.000 Euro bleiben und an maximal 52 Tagen pro Jahr geöffnet hat.

Ebenfalls ausgenommen von der Registrierkassenpflicht sind alle Ski- und Berghüttenbetreiber, sofern hier die 30.000 Euro-Grenze beim jährlichen Umsatz nicht überschritten wird.

Wie müssen Barumsätze aufgezeichnet werden?

Bareinnahmen müssen jeweils einzeln dokumentiert werden. Dazu eignet sich ein Kassenblock mit fortlaufender Nummer aber auch eine einfache mobile Registrierkasse. In Österreich muss in jedem Fall ein Beleg für den Kunden ausgestellt werden, für Deutschland gilt die Regel bisher noch nicht.

Folgende Angaben müssen auf diesem Beleg zu finden sein:

  • Firmenname
  • Datum des Umsatzes
  • Fortlaufende (Rechnungs-)Nummer
  • Menge und Produktbezeichnung
  • Betrag
  • Bei elektronischen Kassen zusätzlich: Datum und Uhrzeit, Kassenidentifikationsnummer, Barbetrag (aufgeteilt nach den verschiedenen Steuersätzen), maschinenlesbarer Code

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