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Denk auch du “Lean”: Wie du das Lean Management in deinem Unternehmen anwenden kannst

Das Konzept zur effizienten Gestaltung der globalen Wertschöpfungskette schafft Blockaden aus der Welt und ermöglicht eine globalere Sicht auf den gesamten Produktionsprozess.

Ein Blick auf die Theorie

Womack, Jones und Roos, die Vordenker des Lean Managements, haben fünf Grundprinzipien aufgestellt, auf denen das “Lean Thinking” basiert: Mehrwert, Wertfluss, Fluss, Reaktion und Perfektion. Auch wenn diese Begriffe natürlich eine Bedeutung haben, ist es dennoch schwierig, konkret zu verstehen, um was es eigentlich geht und wie man damit seine Arbeitsweise verändern kann.

Betrachten wir zunächst den Begriff „Mehrwert“. Er steht im Mittelpunkt des Lean Managements. Die Idee dahinter ist, sich auf den Wert zu konzentrieren, den der Kunde wahrnimmt. Die Ziele sollen nicht von der Produktionskapazität definiert werden, sondern man sollte sie von einem kommerziellen Standpunkt aus betrachten und genau das produzieren, was den Kunden interessiert. Auf diese Weise denkend, vermeiden wir Verschwendung, eines der Hauptärgernisse, welche die Lean-Management-Strategie aus der Welt schaffen möchte. Indem wir uns auf den Kundennutzen konzentrieren, fallen Handlungsweisen und Gewohnheiten weg, die aus kommerzieller Sicht keinen Mehrwert bieten. Faktoren wie Zeit, Produktionskosten oder Lieferzeiten werden dadurch positiv beeinflusst.

Mit dem Konzept vom Wertstrom werden Blockaden entriegelt, wodurch eine globalere Sicht auf den gesamten Produktionsprozess möglich wird. Die Einführung von Lean-Management-Methoden bedeutet, dass jedes Detail im Workflow betrachtet wird und zwar ist dies in jedem Unternehmen möglich. Nehmen Sie das Beispiel eines Friseursalons. Es bringt nichts, sein Bestes zu geben und mit einem äußerst professionellen Team zu arbeiten, wenn du ein ungeeignetes und veraltetes Kassensystem hast. Selbst, wenn du dich am Anfang der Kette noch so sehr bemühst, wirkt es sich negativ auf die Arbeit aus, wenn dem Kunden nicht der richtige Preis verrechnet wird. In dieser Situation macht es keinen Sinn, dass du dich bis aufs letzte zu verausgabst, sondern du musst ganz einfach den Überblick bewahren, um festzustellen, wo es klemmt und wie man die Situation verbessern kann. In diesem Beispiel wird durch das Lean Management klar, dass du ein modernes und effizientes Registrierkassen-Tool brauchst.

Sobald du die Prozesse und Bereiche identifiziert hast, die du verbessern musst, um einen Mehrwert zu erzeugen, kannst du mithilfe des Lean Managements darauf achten, wie dieser Mehrwert “fließt”. Konkret bedeutet dies, dass der Mehrwert in keiner Phase des Prozesses zu lange blockiert werden darf. In dieser „Fluss“-Phase kannst du potentielle Blockaden wie beispielsweise „Zuwarten“ oder „Lagerbestände auf den Markt bringen“ erkennen, die den Gesamtprozess beeinflussen.

Um immer kundenorientiert zu bleiben, musst du Dinge in deiner Organisation verändern, damit du den Fluss lenken kannst. Das heißt, du musst flussaufwärts prüfen, was an der Quelle getan werden muss, um schließlich den Gesamtprozess zu verändern. Mit anderen Worten: es soll nur das produziert werden, was der Kunde bestellt hat.

Indem du diese Prozesse durchgehst, richtet sich deine Organisation schlussendlich auf das Ziel der Perfektion aus, das letzte Prinzip des Lean Managements. Dein Ziel liegt somit höher als nur in der qualitativ hochstehenden Produktion, denn es kommt auch auf die Kundenzufriedenheit und Vermeidung der Verschwendung an.

Warum diese Methode dein Geschäft revolutionieren kann

Wie du bestimmt bemerkt hast, sind die Prinzipien des Lean Managements anspruchsvoll und unter Umständen besonders schwer umzusetzen. Diese Methode wurde jedoch weltweit von vielen Unternehmen übernommen, von der großen französischen CAC 40-Gruppe bis hin zu kleinen KMUs. Aber was ist das Geheimnis hinter diesem Erfolg?

Es ist klar, dass Lean Management bedeutet, immer besser und vorzugsweise schneller zu sein. Aber das wirklich Innovative an dieser Methode zur laufenden Verbesserung ist, dass das Wohlbefinden der Mitarbeiter und ihr Arbeitsumfeld berücksichtigt werden, was direkt zum Erfolg des Unternehmens beiträgt. Das Ziel des Lean Managements ist es, die Produktivität zu steigern und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen zu verbessern… eine unglaubliche Herausforderung, oder? Ja, aber eine, die ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt hat.

Ohne von den Prozessen und der globalen Vision abzukommen, zeigt Lean Thinking, dass die keine Verbesserung erreicht werden kann, wenn die Mitarbeiter nicht in die Ziele miteinbezogen werden. Es sind nämlich gerade sie, die den Managern den Mehrwert der operativen Sicht bringen, die so wichtigen für einen gut funktionierenden Prozess ist. Mit dem Lean Management werden die Mitarbeiter daher vermehrt angehört, beispielsweise in täglichen Meetings. Und davon können alle profitieren. Dadurch, dass ihnen zugehört und Wertschätzung entgegengebracht wird, stehen die Teams weniger unter Stress und ihr Wohlbefinden steigt. Selbstverständlich ist eine gute Arbeitsatmosphäre für alle von Vorteil, auch für den Chef. Ein Team, in dem die Kommunikation funktioniert und das einen Mehrwert erzeugt, ist ein effektiveres Team. Für diese positive Wechselwirkung ist jedes Element wichtig… wage den Versuch doch einfach einmal!

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